my view

Montag, 28. Juni 2010

Nach dem 4:1 Sieg: Nie wieder Fanmeile!

Ich gehe nie wieder zur Fanmeile!

Das verkündigte eine Fanmeilen-fanatische Bekannte von mir nach dem 4:1 Sieg von Deutschland gegen England. Warum?

Die Fanmeile war einmal mehr ein einziges Fahnenmeer - Foto: ddp

Verboten sind auf der Fanmeile aus Sicherheitsgründen Waffen, Gassprühdosen, ätzende und brennbare Substanzen, Glasflaschen, Becher, Krüge und Dosen, Leitern, Hocker, Klapp-stühle, große Taschen und Koffer. Feuerwerkskörper darf man nicht mitnehmen, außerdem sind Fahnen- oder Transparentstangen, die länger als ein Meter sind, verboten. Banner und Fahnen müssen aus schwer entflammbarem Material sein. Ebenfalls tabu: Megaphone, Tröten und Vuvuzelas sowie Tiere, Laser-Pointer und Fahrräder.
(Quelle: BerlinOnline.de)

Nach den Aussagen meiner Bekannten war es nicht nur zum Erdrücken voll. Es wurden Feuerwerkskörper in die Menge geworfen, besoffene Junge Männer schlugen sich wegen jungen Frauen und in den engen Zugangsbereichen war die Menschenverdichtung so hoch, dass auch auf Menschen rumgetrampelt wurde, wenn jemand zu Fall gekommen war.


Diese Vorkommnisse scheinen nicht neu zu sein, liest man die folgende Meldung nach dem Sieg über Ghana:

Auf die Fanmeile im Tiergarten kamen nach Angaben des Veranstalters rund 200.000 Zuschauer, die Polizei sprach am Morgen danach aber nur von "mehreren Zehntausend". Am Ende ging es einigen Fans nicht schnell genug: Sie rissen Zäune um, die Polizei hatte Mühe, die Situation unter Kontrolle zu halten. Doch von Randale könne man nicht sprechen, sagte ein Sprecher der Polizei. "Das waren riesige Massen. Wenn die sich bewegen, bleibt eben nichts stehen", sagte er.
(Quelle: Tagesspiegel.de)


Ich weiß jedenfalls, warum ich solche riesigen Menschenansammlungen lieber meide...

Labels: , , ,

Mittwoch, 23. Juni 2010

Frankreichs WM-Aus - Das heilige Trikot besudelt

"Das Trikot der französischen Nationalmannschaft ist heilig."
Sportstaatssekretärin Rama Yade

"Diese Leute haben unser Trikot besudelt" - so lautet der Titel des Artikels von SPIEGEL-Online zum Desaster:

"Nach allem was vorfiel, ist es normal, dass wir voll gegen die Wand gefahren sind."
Fabien Barthez, langjähriger Torwart der "Bleus"
"Ich verlange von den vernünftigen Spielern, dass sie sich von den fünf, sechs Spielern entsolidarisieren, die das alles angezettelt haben. Diese Leute haben unser Trikot besudelt."
Bixente Lizarazu

Der Stern stellt die Frage nach der Gerechtigkeit:
Ist das frühe WM-Aus der Franzosen die gerechte Strafe für das Hand-Tor Thierry Henrys in der Qualifikation?
(Quelle: Stern.de)

Ich denke, nicht nur der ungerechte Qualifikation der Franzosen durch das Hand-Tor, sondern auch die Mitnahme von Ribéry zur WM (Ermittlungen wurden extra auf später verschoben!) hatten die Frage nach der Gerechtigkeit aufgeworfen.

Sehr kritisch wird dabei in den Medien die Rolle von Franck Ribéry gesehen, einem an sich sehr beliebten Spieler. [...] Er zeigte Journalisten den Mittelfinger und wirkte mannschaftsintern alles andere als ausgleichend. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll er dem jungen Gourcuff immer wieder zugesetzt [gemobbt] haben. Und das offenbar aus purem Neid [...]
(Quelle: Spiegel.de)
Der Spieler von Girondins Bordeaux soll bei den [Mit-]Spielern in Ungnade gefallen sein, weil er sich gesittet verhält und auch mal ein Buch liest.
(Quelle: Stern.de)


Ich hoffe, die Franzosen lernen daraus, dass man auch mal auf einzelne Topspieler verzichten muss, wenn diese nicht bereit sind sich in das Teamkonzept des Trainers integrieren zu lassen.

Wenn man das Trikot aber heilig nennen will, sollte man auch darauf achten, dass die Spieler, die kein gutes Vorbild für die vielen jungen Fans abgeben, ebenfalls Zuhause bleiben...

Labels: ,

Freitag, 18. Juni 2010

Deutschland verliert 0:1 gegen Serbien

An einem Tag feiern sie dich als Helden, kurz darauf bist du der Depp. Aber auf Jesus kannst du dich immer verlassen.

Das lehrte den Fußballer Cacau, einen der deutschen Torschützen beim 4:0 Sieg über Australien, das Leben.


Es sieht so aus, als wären die Deutschen nun, nach der 0:1 Niederlage gegen die Serben, die Deppen.


Aber Cacau hat schon einigen durchlebt:
«In dieser schwierigen Zeit hat mir Gott deutlich gezeigt, dass er weiterhin einen Plan für mein Leben hat.» Cacau musste schon oft im Leben unten durch. Als er beispielsweise vor Jahren als junger Fussballer bei Bayern München vorspielte, schickte man ihn mit der Begründung heim, er sei nicht einmal für die zweite Mannschaft gut genug. Er sagte sich aber: «Jetzt erst recht!» «Mein Glaube bringt Freude und Zuversicht in alles, was ich tue. Er bringt Sicherheit. Der Glaube ist für mich eine grosse Hilfe, im täglichen Leben wie im Sport», so Cacau. Und er ist überzeugt: «Fussball ist nicht alles. Egal, ob du Erfolg hast, egal wer du bist: Jesus liebt dich.»(Quelle: Jesus.ch)

Ich hoffe also, dass unsere Jungs sich etwas von der Hoffnung von Cacau abschneiden - und sie mit frischem Mut das Spiel gegen Ghana gewinnen! :-)

Labels: , , , ,

Die FIFA verbietet das Beten auf dem Rasen

Johannesburg (dpa) - Der Fußball-Weltverband FIFA will bei der WM keine Szenen mehr sehen wie beim Confederations Cup 2009 in Südafrika, als die gläubigen Brasilianer [Christen] um Kapitän Lucio nach ihrem Triumph inbrünstig auf dem Rasen beteten.

Nach dem Final-Sieg gegen die USA ging Lucio mit seinen Teamkameraden auf die Knie (2009)


Demnach ist es den Profis verboten, politische oder religiöse Botschaften zu verbreiten - beispielsweise auf T-Shirts, die sie beim Jubeln unter ihren Trikots entblößen. Die FIFA beruft sich auf Regel 4 (Ausrüstung der Spieler) ihrer Spielordnung.
(Quelle: Sueddeutsche.de)

Kaka zeigt nach dem WM-Triumph 2002 in Japan/Südkorea ein T-Shirt mit der Aufschrift "I belong to Jesus" (Ich gehöre zu Jesus)


Eine Antwort gab es schon darauf:
"Die Stars der Elfenbeinküste kümmerte das wenig: Nach dem Spiel betete das [muslimische] Team samt Ersatzspieler und auch andere Kicker bekunden ihre Sicht der Dinge."
(Quelle: Livenet.ch)


Nach einem Tor gegen Italien beim Confederations Cup 2009 wendeten sich die Ägypter nach Mekka und beteten zu Allah (Quelle)


Wie unser Cacau damit umgeht:
"Cacau, der deutschen Nationalspieler mit brasilianischen Wurzeln schaut nach seinen Toren gen Himmel und zeigt mit erhobenen Armen nach oben. Seit religiöse Botschaften verboten sind, jubelt er auf diese Weise, «um meine Dankbarkeit zu zeigen, weil Gott mir sehr viel gegeben hat»."
(Mehr auf Fussball-Gott.com)

Cacau dankt Gott nach dem Tor zum 4:0 gegen Australien (2010)

Ich bin gespannt, ob die FIFA jetzt mit Gewalt versucht einen religionsfreien Raum zu schaffen. Der Mensch ist aber von Natur aus religiös - ob er es so nennt oder nicht.

--- Nachtrag ---
Hier noch ein Hinweis zur Debatte 2009:


Was sagt die Fifa dazu?

Die Fifa nimmt zu dem Vorwurf keine konkrete Stellung, bestätigt aber, dass die Brasilianer verwarnt wurden und die Ägypter nicht. In den offiziellen Richtlinien sind Gebete übrigens nicht klar untersagt, lediglich die Kleidung darf «keine politischen, religiösen oder persönlichen Botschaften» enthalten. Genau dies hat aber etwa auch Lucio nach dem Confed-Cup-Triumph getan und sein «I love Jesus»-Shirt zur Schau gestellt. Demzufolge hat sich die Fifa richtig entschieden [...]
(Quelle: Blick.ch)

Ich bin gespannt, ob Gebete auf dem Rasen 2010 also wirklich Folgen haben - oder nur T-Shirts...

Labels: , , , , , , ,

Mittwoch, 5. Mai 2010

Sexskandal: Ermittlungen gegen Ribéry erst nach der WM

Interessant was die "Fußball-Franzosen" als Heilig ansehen und wie leichtfertig sie andererseits mit diesen "heiligen" Dingen umgehen. Als ob das Verdrängen von Problemen die Sache besser machen würde...

Im Sexskandal um Spieler der französischen Nationalmannschaft müsste Bayern-Star Franck Ribéry bei einem formellen Ermittlungsverfahren auf die Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft verzichten. „Das Trikot der französischen Nationalmannschaft ist heilig“, sagte Sportstaatssekretärin Rama Yade am Donnerstagabend im Fernsehsender Canal plus. Sollte gegen Ribéry ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden, dürfe er es nicht tragen.

Die Tageszeitung „Libération“ berichtete am Freitag, die Ermittler wollten deshalb mit weiteren Schritten bis nach dem Turnier in Südafrika warten.
(Quelle: Tagesspiegel.de)

Hintergrund:

Paris - Die junge Marokkanerin mit französischer Staatsbürgerschaft bestätigte in dem Polizeiverhör, dass Ribéry im Frühjahr 2009 ihre Liebesdienste in München in Anspruch genommen habe. Damals war Zahia D. erst 17 Jahre alt. Ausschnitte aus dem Vernehmungsprotokoll veröffentlichte die französische Zeitung "Le Monde" am Donnerstag.

Demnach sagte die heute 18-Jährige, dass sie dem Bayern-Star vorgespielt habe, schon volljährig zu sein. Ribéry habe sie extra nach München einfliegen lassen. Der Fußballprofi bezahlte laut Polizeibericht bis zu 2000 Euro für den Sex mit der blonden Prostituierten - nicht nur in München, sondern auch mehrere Male in seiner Heimat Frankreich.

Der zum Islam konvertierte[interessanter Einschub] Fußballer hat inzwischen zugegeben, eine sexuelle Beziehung mit der Prostituierten gehabt zu haben. Ribéry bestreitet aber der französischen Polizei zufolge, Zahia D. eine Summe von 2000 Euro bezahlt zu haben.
(Quelle: Spiegel.de)

Weiter:

...Zu diesen Kunden gehörten angeblich auch Ribéry und seine Spielerkollegen. Weil eine der Prostituierten, ein marokkanisches Mädchen, zum Zeitpunkt des Kontakts minderjährig war, kamen die Ermittlungen überhaupt erst ins Rollen.

Prostitution ist in Frankreich zwar nicht verboten, Zuhälterei steht jedoch unter Strafe. Und Verkehr mit minderjährigen Prostituierten kann mit bis zu drei Jahren Haft und 45.000 Euro Buße bestraft werden.

Ihre Kunden traf Zahia D. vornehmlich im Nachtclub "Café Zaman" an den Champs-Élysées in Paris. Das Lokal wurde inzwischen geschlossen, die Besitzer sitzen laut "Bild-Zeitung" in Untersuchungshaft. Sie beschäftigten dort 18 Prostituierte, fast alle noch minderjährig.

Franck Ribéry ist verheiratet. Mit seiner Frau Wahiba Belhami hat der Fußballstar zwei Töchter.
(Quelle: Welt.de)

Hier noch eine Umfrage:
Seit Wochen beherrscht der Skandal um den Bayern-Star und die Prostituierte Zahia D. die Medien.
57 Prozent der Franzosen wollen Ribéry nicht mehr in der Nationalelf sehen! Das ist zwar keine deutliche Mehrheit, aber dennoch: Ein Großteil seiner Landsleute will den Superstar nicht bei der WM sehen!
(Quelle: BILD.de)

Wirklich traurig zu sehen, wie sich Ribery von seinen Hormonen ins Unglück stürzen lässt...

---
Weitere Hintergrundinfo:
Bayern-Star Franck Ribéry (26) ist zum Islam konvertiert, um seine aus Algerien stammende Frau Wahiba heiraten zu können. Er nennt sich seither „Bilal“, betet fünfmal am Tag gen Mekka. Wie im Islam vorgeschrieben.
(Quelle: Bild.de)

Soweit ich weiß, wird im Islam nach dem Scharia-Gesetz Ehebruch mit Steinigung bestraft - oder gilt das nur für Frauen?

Labels: , ,