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Montag, 28. Juni 2010

Autonome zerstören Deutschland-Fahnen türkischer Berliner

In Berlin steht die Welt Kopf befindet der Tagesspiegel in dem gleichnamigen Artikel:

Ghassan Hassoun setzt die Espressotasse hart auf den Teller. Dann weist er auf die wimpelgeschmückten Autos vor seinem Falafel-Restaurant an der Sonnenallee. „Ist das nicht eine verkehrte Welt?“, sagt der 50-jährige Libanese. „Deutsche Autonome zerstören Türken und Arabern die schwarz-rot-goldenen WM-Fahnen.“(Quelle: Tagesspiegel.de)

Offenbar hat die linksradikale Szene einen Feldzug gegen die WM-Fahnen gestartet – und ist besonders in jenen Kiezen von Neukölln und Kreuzberg aktiv, in denen viele Menschen mit ausländischen Wurzeln leben. Dort werden Häuser und Autos noch eifriger schwarz-rot-gold beflaggt als anderswo.
(Quelle: Tagesspiegel.de)

Ibrahim Bassal will die XXL-Deutschlandfahne in der Sonnenallee trotz Ärger nicht abnehmen (Foto: Sergej Glanze)

Herr Bassal fördere den Nationalismus - so lautet der Vorwurf der Linken:
Besonders zugespitzt hat sich der Streit um die WM-Fahnen an der Ecke Sonnenallee/Pannierstraße vor „Bassal’s Elektro-Shop“. Dort haben Ibrahim Bassal und seine Freunde vor dem Spiel der deutschen Nationalelf gegen Ghana eine riesige schwarz-rot-goldene Fahne entrollt. Sie reicht vom fünften Stock fast bis zum Parterre hinab.
Kaum geschehen, seien junge Leute aggressiv in seinen Laden gekommen und hätten ihm vorgeworfen, er fördere den Nationalismus und wecke wieder Nazigefühle in den Deutschen, erzählt Bassal und kontert: „Wir leben und arbeiten seit Jahrzehnten in Berlin, unsere Kinder sind hier geboren. Wo ist das Problem? Ist doch klar, dass wir zu Deutschland halten. Was hat das mit den Nazis zu tun?“
Dennoch war die Mega-Fahne in den vergangenen Tagen heftig umkämpft. Mehrfach wurde sie zu später Stunde teils abgerissen und angekokelt. Die Besitzer stellten Nachtwachen auf, die Gegenseite rückte mit Leitern an. Ibrahim Bassal hat nicht kapituliert, aber die Fahne inzwischen eingeholt. Er will sie künftig nur noch an Spieltagen herablassen, wenn er vor seinem Laden mit Freunden beim Public Viewing sitzt.
(Quelle: Tagesspiegel.de, vgl. Zeitong.de)

Darüber hinaus weißt der Kommentator "felix" auf den größeren Zusammenhang hin:

Stimmt. Aber nicht nur die "Autonomen"

Nahezu den gleichen Vorwurf hat sich anläßlich seiner schwarz-rot-goldenen Krawatte im Thüringer Landtag ein CDU Abgeordneter vom Linkspartei-Fraktionsschef Ramelow anhören müssen.
Ramelows Empörung über schwarz-rot-gold gipfelte darin, dass diese Farben dem Ansehen des "Hohen Hauses" schaden würden, und man auch gleich mit einer braunen Krawatte erscheinen könne. Eins zu eins die gleiche Denkweise.
Und 2006 wurden die Fahnen nicht einfach von linksradikalen Trotteln geklaut, nee dem gingen Aufrufe aus den Büros von Linkspartei- und Grünen-Nachwuchsorganisationen voraus.

Die Landesfarben sind für die [linken Verfassungsfeinde], wie Sonnenlicht für Vampire.

An dieser Denkweise ist klar zu erkennen, was die "Linken" für ein Multi-Kulti-Bild haben und wollen: Keines in dem ein Deutscher Staat einen Platz hat!

Ziel der linken Einwanderungspolitik war und ist es nun mal, deutsche Identität, das Bekennen zu Deutschland unmöglich zu machen. Wenn Migranten sich nun zu Deutschland bekennen, sind es sozusagen Konterrevolutionäre.
(Kommentar von "Samuel")

Aus: Achieving our Country
Nationalstolz ist für ein Land dasselbe wie Selbstachtung für den einzelnen: eine notwendige Bedingung der Selbstvervollkommnung. Zuviel Nationalstolz kann Aggressivität und Imperialismus erzeugen, genau wie übermäßiges Selbstgefühl zu Überheblichkeit führen kann. Doch zuwenig Selbstachtung kann den einzelnen daran hindern, moralischen Mut zu zeigen, und ebenso kann mangelnder Nationalstolz eine energische und wirkungsvolle Diskussion über die nationale Politik vereiteln.
Eine Gefühlsbindung an das eigene Land – daß Abschnitte seiner Geschichte und die heutige Politik intensive Gefühle der Scham oder glühenden Stolz hervorrufen – ist notwendig, wenn das politische Denken phantasievoll und fruchtbar sein soll. Und dazu kommt es wohl nur, wenn der Stolz die Scham überwiegt [...]
(Quelle: Zeit-Blog)

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Nach dem 4:1 Sieg: Nie wieder Fanmeile!

Ich gehe nie wieder zur Fanmeile!

Das verkündigte eine Fanmeilen-fanatische Bekannte von mir nach dem 4:1 Sieg von Deutschland gegen England. Warum?

Die Fanmeile war einmal mehr ein einziges Fahnenmeer - Foto: ddp

Verboten sind auf der Fanmeile aus Sicherheitsgründen Waffen, Gassprühdosen, ätzende und brennbare Substanzen, Glasflaschen, Becher, Krüge und Dosen, Leitern, Hocker, Klapp-stühle, große Taschen und Koffer. Feuerwerkskörper darf man nicht mitnehmen, außerdem sind Fahnen- oder Transparentstangen, die länger als ein Meter sind, verboten. Banner und Fahnen müssen aus schwer entflammbarem Material sein. Ebenfalls tabu: Megaphone, Tröten und Vuvuzelas sowie Tiere, Laser-Pointer und Fahrräder.
(Quelle: BerlinOnline.de)

Nach den Aussagen meiner Bekannten war es nicht nur zum Erdrücken voll. Es wurden Feuerwerkskörper in die Menge geworfen, besoffene Junge Männer schlugen sich wegen jungen Frauen und in den engen Zugangsbereichen war die Menschenverdichtung so hoch, dass auch auf Menschen rumgetrampelt wurde, wenn jemand zu Fall gekommen war.


Diese Vorkommnisse scheinen nicht neu zu sein, liest man die folgende Meldung nach dem Sieg über Ghana:

Auf die Fanmeile im Tiergarten kamen nach Angaben des Veranstalters rund 200.000 Zuschauer, die Polizei sprach am Morgen danach aber nur von "mehreren Zehntausend". Am Ende ging es einigen Fans nicht schnell genug: Sie rissen Zäune um, die Polizei hatte Mühe, die Situation unter Kontrolle zu halten. Doch von Randale könne man nicht sprechen, sagte ein Sprecher der Polizei. "Das waren riesige Massen. Wenn die sich bewegen, bleibt eben nichts stehen", sagte er.
(Quelle: Tagesspiegel.de)


Ich weiß jedenfalls, warum ich solche riesigen Menschenansammlungen lieber meide...

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Mittwoch, 23. Juni 2010

Frankreichs WM-Aus - Das heilige Trikot besudelt

"Das Trikot der französischen Nationalmannschaft ist heilig."
Sportstaatssekretärin Rama Yade

"Diese Leute haben unser Trikot besudelt" - so lautet der Titel des Artikels von SPIEGEL-Online zum Desaster:

"Nach allem was vorfiel, ist es normal, dass wir voll gegen die Wand gefahren sind."
Fabien Barthez, langjähriger Torwart der "Bleus"
"Ich verlange von den vernünftigen Spielern, dass sie sich von den fünf, sechs Spielern entsolidarisieren, die das alles angezettelt haben. Diese Leute haben unser Trikot besudelt."
Bixente Lizarazu

Der Stern stellt die Frage nach der Gerechtigkeit:
Ist das frühe WM-Aus der Franzosen die gerechte Strafe für das Hand-Tor Thierry Henrys in der Qualifikation?
(Quelle: Stern.de)

Ich denke, nicht nur der ungerechte Qualifikation der Franzosen durch das Hand-Tor, sondern auch die Mitnahme von Ribéry zur WM (Ermittlungen wurden extra auf später verschoben!) hatten die Frage nach der Gerechtigkeit aufgeworfen.

Sehr kritisch wird dabei in den Medien die Rolle von Franck Ribéry gesehen, einem an sich sehr beliebten Spieler. [...] Er zeigte Journalisten den Mittelfinger und wirkte mannschaftsintern alles andere als ausgleichend. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll er dem jungen Gourcuff immer wieder zugesetzt [gemobbt] haben. Und das offenbar aus purem Neid [...]
(Quelle: Spiegel.de)
Der Spieler von Girondins Bordeaux soll bei den [Mit-]Spielern in Ungnade gefallen sein, weil er sich gesittet verhält und auch mal ein Buch liest.
(Quelle: Stern.de)


Ich hoffe, die Franzosen lernen daraus, dass man auch mal auf einzelne Topspieler verzichten muss, wenn diese nicht bereit sind sich in das Teamkonzept des Trainers integrieren zu lassen.

Wenn man das Trikot aber heilig nennen will, sollte man auch darauf achten, dass die Spieler, die kein gutes Vorbild für die vielen jungen Fans abgeben, ebenfalls Zuhause bleiben...

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Freitag, 18. Juni 2010

Deutschland verliert 0:1 gegen Serbien

An einem Tag feiern sie dich als Helden, kurz darauf bist du der Depp. Aber auf Jesus kannst du dich immer verlassen.

Das lehrte den Fußballer Cacau, einen der deutschen Torschützen beim 4:0 Sieg über Australien, das Leben.


Es sieht so aus, als wären die Deutschen nun, nach der 0:1 Niederlage gegen die Serben, die Deppen.


Aber Cacau hat schon einigen durchlebt:
«In dieser schwierigen Zeit hat mir Gott deutlich gezeigt, dass er weiterhin einen Plan für mein Leben hat.» Cacau musste schon oft im Leben unten durch. Als er beispielsweise vor Jahren als junger Fussballer bei Bayern München vorspielte, schickte man ihn mit der Begründung heim, er sei nicht einmal für die zweite Mannschaft gut genug. Er sagte sich aber: «Jetzt erst recht!» «Mein Glaube bringt Freude und Zuversicht in alles, was ich tue. Er bringt Sicherheit. Der Glaube ist für mich eine grosse Hilfe, im täglichen Leben wie im Sport», so Cacau. Und er ist überzeugt: «Fussball ist nicht alles. Egal, ob du Erfolg hast, egal wer du bist: Jesus liebt dich.»(Quelle: Jesus.ch)

Ich hoffe also, dass unsere Jungs sich etwas von der Hoffnung von Cacau abschneiden - und sie mit frischem Mut das Spiel gegen Ghana gewinnen! :-)

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Die FIFA verbietet das Beten auf dem Rasen

Johannesburg (dpa) - Der Fußball-Weltverband FIFA will bei der WM keine Szenen mehr sehen wie beim Confederations Cup 2009 in Südafrika, als die gläubigen Brasilianer [Christen] um Kapitän Lucio nach ihrem Triumph inbrünstig auf dem Rasen beteten.

Nach dem Final-Sieg gegen die USA ging Lucio mit seinen Teamkameraden auf die Knie (2009)


Demnach ist es den Profis verboten, politische oder religiöse Botschaften zu verbreiten - beispielsweise auf T-Shirts, die sie beim Jubeln unter ihren Trikots entblößen. Die FIFA beruft sich auf Regel 4 (Ausrüstung der Spieler) ihrer Spielordnung.
(Quelle: Sueddeutsche.de)

Kaka zeigt nach dem WM-Triumph 2002 in Japan/Südkorea ein T-Shirt mit der Aufschrift "I belong to Jesus" (Ich gehöre zu Jesus)


Eine Antwort gab es schon darauf:
"Die Stars der Elfenbeinküste kümmerte das wenig: Nach dem Spiel betete das [muslimische] Team samt Ersatzspieler und auch andere Kicker bekunden ihre Sicht der Dinge."
(Quelle: Livenet.ch)


Nach einem Tor gegen Italien beim Confederations Cup 2009 wendeten sich die Ägypter nach Mekka und beteten zu Allah (Quelle)


Wie unser Cacau damit umgeht:
"Cacau, der deutschen Nationalspieler mit brasilianischen Wurzeln schaut nach seinen Toren gen Himmel und zeigt mit erhobenen Armen nach oben. Seit religiöse Botschaften verboten sind, jubelt er auf diese Weise, «um meine Dankbarkeit zu zeigen, weil Gott mir sehr viel gegeben hat»."
(Mehr auf Fussball-Gott.com)

Cacau dankt Gott nach dem Tor zum 4:0 gegen Australien (2010)

Ich bin gespannt, ob die FIFA jetzt mit Gewalt versucht einen religionsfreien Raum zu schaffen. Der Mensch ist aber von Natur aus religiös - ob er es so nennt oder nicht.

--- Nachtrag ---
Hier noch ein Hinweis zur Debatte 2009:


Was sagt die Fifa dazu?

Die Fifa nimmt zu dem Vorwurf keine konkrete Stellung, bestätigt aber, dass die Brasilianer verwarnt wurden und die Ägypter nicht. In den offiziellen Richtlinien sind Gebete übrigens nicht klar untersagt, lediglich die Kleidung darf «keine politischen, religiösen oder persönlichen Botschaften» enthalten. Genau dies hat aber etwa auch Lucio nach dem Confed-Cup-Triumph getan und sein «I love Jesus»-Shirt zur Schau gestellt. Demzufolge hat sich die Fifa richtig entschieden [...]
(Quelle: Blick.ch)

Ich bin gespannt, ob Gebete auf dem Rasen 2010 also wirklich Folgen haben - oder nur T-Shirts...

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Montag, 14. Juni 2010

DFB-Elf: Integration und die Nationalhymne

Langsam bildet sich das Multi-Kulti-Bild von Deutschland auch in der DFB-Elf ab. Das hat offensichtlich eine positive Wirkung, wie das 4:0 gegen Australien im Vorrundenspiel gestern belegt.

Cacau und Özil - Spiegel für das Multi-Kulti-Deutschland

Zwanziger betonte: "Wir sind stolz darauf, dass Mesut Özil deutscher Nationalspieler ist. Dies ist das Zeichen für das Deutschland, das sich der DFB wünscht: Ein freies, tolerantes und selbstbewusstes Land, in dem kein Platz für nationalistisches Denken und Rassismus ist, wie es die Wirrköpfe der NPD zu verbreiten versuchen."
(Quelle: T-Online.de)

Interessant, was der DFB-Sportdirektor Sammer zu diesem Thema anmerkt:
"Wenn ich mich für den Adler auf der Brust entscheide, dann heißt das: Ich erkenne dieses Land an, kämpfe und spiele für dieses Land. Ich identifiziere mich mit diesem Land, ich bin stolz, dieses Trikot zu tragen. Wir entwerfen gerade einen Verhaltenskatalog für alle Jugend-Nationalmannschaften bis zur U21. Damit wollen wir erreichen, dass unsere Talente die Tradition und Werte des DFB kennen und sich damit identifizieren".
(Quelle: Spox.com)

Zum Hintergrund:

Özil ist in Gelsenkirchen geboren und Stammspieler der deutschen U-21-Nationalmannschaft, seinen türkischen Pass hat er vor geraumer Zeit abgegeben. Trotzdem wird seine Entscheidung von vielen Türken nicht akzeptiert.
Die Aufregung um Özils Entscheidung belegt, wie schwer es junge Fußballprofis mit türkischem Hintergrund haben, sich für eine Karriere mit dem Adler auf der Brust statt des Halbmonds zu entscheiden.

Immer wieder streiten der deutsche Fußballbund (DFB) und der türkische Verband (TFF) um Talente. [...] Özil wird nun wohl nach Mustafa Dogan und Serdar Tasci erst der dritte türkischstämmige Profi in der DFB-Historie. Die Liste der in Deutschland geborenen Spieler, die sich für die Türkei entschieden haben, ist ungleich länger und prominenter.

(Quelle: Spiegel.de)


Özils Erläuterung, warum er für Deutschland spielen will:
"Ich habe mir die Entscheidung in den letzten Wochen nicht leicht gemacht, weil meine Familie und viele Freunde aus der Türkei stammen. Das ist auch keine Entscheidung gegen meine türkischen Wurzeln. Doch meine Familie lebt jetzt in der dritten Generation in Deutschland, und ich bin hier aufgewachsen, habe mich immer wohl gefühlt, hier habe ich meine Chancen in den Junioren-Auswahlteams bekommen."
(Quelle: Spiegel.de)


Cacaus Beweggründe:
Seine Einbürgerung war dem 29-Jährigen mit Wohnsitz in Korb (Rems-Murr-Kreis) eine Herzensangelegenheit. Und so legt Cacau Wert auf die Feststellung, “dass ich nicht Deutscher geworden bin, um Nationalspieler zu werden. Sondern weil ich mich mit diesem Land einfach identifiziere.
(Quelle: frankys-stadionpics.de)

Weitere Hintergründe:
Spieler wie Paolo Rink oder Sean Dundee wurden im Hauruckverfahren eingebürgert. Es ging nicht um Integration, sondern um Interessen. Sie wurden Deutsche, weil Deutschland meinte, dass man sie bräuchte. Das ist heute anders. Einzig Cacau ist nicht hier aufgewachsen. Er wurde Deutscher, weil dieses Land seine Heimat geworden ist. Nicht, weil er für Deutschland Tore schießen wollte. Cacau übrigens singt auch die Hymne mit.

Gül Keskinler sagt, dass die Frage der Hymne auch eine Frage der Gesellschaft und ihrem Umgang mit Migrationskindern ist: “Es muss selbstverständlich sein, dass die Spieler mitsingen, daran müssen wir als Gesellschaft arbeiten, nicht allein der Fußball.”

Die Hymne ist ein heikles Thema. [...] Für manchen ist es ein Zeichen mangelnder Identifikation. “In eine Nationalhymne muss man reinwachsen. Das ist ein Prozess, bei dem wir erst am Anfang stehen. Die Spieler sollen ja nicht nur den Mund auf- und zumachen, sondern mit Begeisterung die Hymne singen”, sagt Gül Keskinler, seit 2006 Integrationsbeauftragte des DFB. Sie verweist auf den für die Spieler nicht leichten Umgang mit dem Zwiespalt der Familie und bittet um Verständnis für die “Jungs”.

Der fast schon traditionelle Ärger um die Hymne ist ein Symbol für das, was im deutschen Fußball, in der deutschen Gesellschaft, vor sich geht. Ein tiefgreifender demografischer Wandel, der sich an der Nationalmannschaft ablesen lässt.
(Quelle: frankys-stadionpics.de)

Ich bin sehr gespannt, wie sich die Sache weiterentwickelt. Hoffentlich spielen auch in Zukunft in der DFB-Elf viele talentierte Fußballer (mit welcher Migrationshintergrund auch immer), die sich mit Deutschland identifizieren und nicht nur mit der der Nationalmannschaft. Sonst singt irgendwann niemand mehr die Hymne mit - außer den Fans! ;o)

--- Nachtrag ---

Weitere Hintergrundinformationen:

Cacau:
Ich lebe nun seit fast elf Jahren in Deutschland, bin seit zwei Jahren deutscher Staatsbürger. Deutschland ist jetzt mein Land. Ich bin mit dem Herzen Deutscher. Für mich ist es zum Beispiel selbstverständlich, dass ich die Nationalhymne mitsinge.
(Quelle: Welt.de)
Für den Brasilianer Cacau ist das Mitsingen der deutschen Hymne aber "einer der emotionalsten Momente. Da zeigt man einfach diesen Stolz, Deutscher zu sein. Das war für mich von Anfang an klar, dass ich den Text lernen muss, um mitsingen zu können."
(Quelle: N24.de)

Vergleich Mesut Özil:
Dass zunehmend auch Spieler mit Migrationshintergrund dabei sind, sehe ich als Bereicherung und Zeichen einer gelungenen Integration. Zumindest dachte ich, dass diese Spieler alle gut integriert seien – bis ich das Interview im Kölner Express mit dem Bremer Spielmacher Mesut Özil las. Auf die Frage, was in ihm vorgehe, wenn er die deutsche Nationalhymne höre, antwortete her:
“Ich bin natürlich stolz. Und ich bete Verse aus dem Koran – das gibt mir Kraft. Wenn ich das nicht machen würde, hätte ich ein schlechtes Gefühl.”
(Quelle: Idea.de)

Sami Khedira gefragt, worum er nicht mitsingt:
Ich bin der Meinung, dass ich nicht mit Singen irgendetwas vorspielen oder künstlich demonstrieren muss.

Dass ich nicht singe, liegt ja auch daran, dass ich Respekt vor meinem zweiten Heimatland habe und vor dem Teil meiner Familie, der dort noch lebt. Aber auch dieser Teil der Familie weiß: Der Sami ist Deutscher und will mit Deutschland Weltmeister werden.
(Quelle: Sueddeutsche.de)

Dem widerspricht der folgende Artikel:
Sämtliche Spieler mit ausländischen Wurzeln mit Ausnahme von Miroslav Klose [und Cacau] schweigen beim «Deutschlandlied». Ein Zufall? Eher nicht. Gespaltene Gefühle? Wohl eher. Sie dokumentieren ein indifferentes Verhältnis zu Deutschland, ob sie wollen oder nicht.

Wenn die Bundesrepublik tatsächlich ein Einwanderungsland ist, und das ist der Fall, dann muss sich auch entsprechend verhalten werden. Es zeugt nicht von Respektlosigkeit gegenüber dem Herkunftsland seiner Eltern, die Hymne seines Landes nicht mitzusingen. Es ist aber repektlos, es mit dieser Begründung nicht zu tun.

Ein kunterbuntes Land, ein kunterbuntes Volk und alle singen gemeinsam die Hymne: So funktioniert Integration und so ensteht erst ein Gemeinschaftsgefühl.

Man stelle sich vor, der australische Torhüter Mark Schwarzer mit deutschen Wurzeln verweigert das Mitsingen der australischen Nationalhymne aus Respekt vor seinem Herkunftsland Deutschland. Unvorstellbar. Im Übrigen dürfte dann auch niemand die Hymne der USA, Australiens, Kanadas und Neuseelands singen - allesamt Einwanderungsländer.
(Quelle: News.de)


Als Zusammenfassung ein Foreneintrag:

Soll heissen:
Cacau = Team/Landes-Identifikation trotz gebürtiger Brasilianer
XXXX = Keine Identifikation trotz gebürtiger Deutscher

PS: Das spiegelt sich nicht nur beim unwichtigen Singen der Nationalhymne wieder.
(Quelle: Transfermarkt.de)

Frage: Warum kann also Cacau die Hymne mitsingen - und die anderen nicht!?

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Mittwoch, 9. Juni 2010

Super-Obamas Wahlversprechen

Der Friedensnobelpreis für Obama war anscheinend tatsächlich zu früh - und er wird ihn sich offensichtlich auch nicht nachträglich verdienen, wie ich gerade lesen musste...

Obama greift dagegen viel strenger durch - obwohl er das Enthüllen staatlicher Fehlgriffe durch Whistleblower vor seinem Amtsantritt noch explizit befürwortet hatte. "Die beste Informationsquelle über Verschwendung, Betrug und Missbrauch durch eine Regierung ist ein aktiver Regierungsmitarbeiter, der gewillt ist, seine Stimme zu erheben", postulierte er damals auf seiner Website. "Solche Akte der Courage und des Patriotismus sollten ermutigt werden, nicht unterdrückt."

[...] All diese Fälle sorgten bisher kaum für Aufsehen. Die etablierten Medien berichteten nur klein darüber, wenn überhaupt. Doch jetzt kommt der spektakuläre WikiLeaks-Fall und wirft ein Schlaglicht auf Obamas Kehrtwende.
(Quelle: Spiegel.de)

Wieder ein trauriger Fall von gebrochenen Wahlversprechen. Ich hoffe, die Welt wacht endlich auf - und realisiert, dass Obama auch nur ein Mensch ist!

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